museum-digitalberlin

Close

Search museums

Close

Search collections

Stiftung Domäne Dahlem - Landgut und Museum Inventargut [DD98/911LW]

Schafschere

Schafschere (Stiftung Domäne Dahlem - Landgut und Museum CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Stiftung Domäne Dahlem - Landgut und Museum (CC BY-NC-SA)

Description

Die Schafschere ist als Federschere konstruiert und besteht aus zwei Schenkeln, die über je ein Griffstück und einen gebogenen Federteil miteinander durch zwei Niete verbunden sind. Dabei ist das Mittelstück des Federbügels so zusammengenietet, dass eine doppelbogige Form der Feder entsteht. Diese Feder geht in zwei Schenkel über, die zunächst im Halbrundprofil als Griffe ausgeformt sind. Die jeweils zur Arbeitsebene abknickenden Griffstücke sind in dreieckige Schneiden ausgearbeitet, die auf Spannung übereinander gefügt sind, wodurch sie sich selbst schärfen. Die Feder hält diese Schneiden permanent geöffnet. Beim Schneiden bzw. Scheren werden die Griffstücke zusammengedrückt und öffnen sich durch den Federdruck selbstständig, weshalb die Schere mit einer Hand bedient werden kann.
Schafscheren dieser Art sind seit der römischen Antike im Gebrauch, wobei die doppelbogige Federform später aufkam. Sie wurden und werden neben der Schafschur auch im Gartenbau zum Buchsbaumschnitt und zum Schneiden z.B. von Rasenkanten eingesetzt.
Die exakte Ausformung der Scherenteile sowie minimale Spuren einer ehemals homogenen grauen Lackschicht am Stahl der Schneiden lassen auf eine Verwendung von Stanzen und anderen Maschinen bei der Fertigung schließen, weshalb eine Herstellung um die Mitte des 20. Jahrhunderts, möglicherweise auch etwas früher oder später, wahrscheinlich ist.

Material / Technique

Stahl * industriell gef.

Measurements ...

H: 4 cm, B: 30,5 cm, T: 9 cm

Created ...
... when

Tags

[Last update: 2018/12/24]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.