Search museums


Search collections

Stiftung Stadtmuseum Berlin Glassammlung [II 62/533 A]

Weinkanne aus Rubinglas

Weinkanne aus Rubinglas (Stiftung Stadtmuseum Berlin CC BY-NC-ND)
Provenance/Rights: Stiftung Stadtmuseum Berlin / Roswitha Jünemann, Berlin (CC BY-NC-ND)


Kanne aus Rubinglas auf kurzem Standring mit angesetztem, beschliffenem Henkel. Standring und der bauchige untere Gefäßkörper sind vierzehnfach facettiert, am Übergang zum schlanken Hals befindet sich eine zweifach getreppte Schliffkante, der Hals selbst ist mit elf Kehlfacetten beschliffen. Der hochgezogene Ausguss ist außen ebenfalls facettiert und mit einer weiteren Schliffkante von der Wandung abgehoben.
Diese Kanne dürfte dem Kredenzen von Wein gedient haben. Sie wurde 1916 aus dem Kunsthandel angekauft und unter der Inventarnummer VI. 16748 als Zechliner Erzeugnis aus der Zeit um 1800 inventarisiert (Hillich, Kunckel-Gläser, 1974, S. 58). Bekannt ist, dass die Zechliner Glashütte mit diversen Waren aus Farbglas um die Wende zum 19. Jahrhundert noch einmal ein beachtlicher Aufschwung gelang. Es könnte sich um Goldrubinglas handeln, da die Manufaktur in Preußen das Privileg zu dessen Herstellung besaß. Formal orientiert sich die Kanne an zeitgenössischen Beispielen aus Neuwelt in Böhmen oder Baccarat in Frankreich. Da wenig über das klassizistische Produktsortiment der Zechliner Hütte bekannt ist, gibt die Karaffe wertvolle Orientierung. [Verena Wasmuth]

Material / Technique

Rubinglas / formgeblasen, angesetzter Henkel, beschliffen

Measurements ...

Höhe: 27,5 cm; Durchmesser: 9,8 cm

Created ...
... who:
... when [about]
... where


[Last update: 2019/01/18]

Usage and citation

Cite this page
The textual information presented here is free for non-commercial usage if the source is named. (Creative Commons Lizenz 3.0, by-nc-sa) Please name as source not only the internet representation but also the name of the museum.
Rights for the images are shown below the large images (which are accessible by clicking on the smaller images). If nothing different is mentioned there the same regulation as for textual information applies.
Any commercial usage of text or image demands communication with the museum.