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Stiftung Stadtmuseum Berlin Glassammlung [II 67/496 A]

Stutzerpokal auf die Feindesliebe

Fußbecher auf die Feindesliebe (Stiftung Stadtmuseum Berlin CC BY-NC-ND)
Provenance/Rights: Stiftung Stadtmuseum Berlin / Stephan Klonk, Berlin (CC BY-NC-ND)

Description

Kleiner Pokal aus farblosem, manganstichigem Glas, der steil ansteigende Fuß mit Rundfacetten in zwei Reihen geht in einen sehr kurzen Massivschaft über. Der unten ausgebauchte Ansatz der sich konisch weitenden Kuppa ist wabenfacettiert. Die Kuppawandung ist mit der fein mattgeschnittenen Darstellung eines Hasen mit Spazierstock auf einem baumbestandenen Landschaftssockel dekoriert, der eine Kiepe mit vier jungen Hunden trägt, darüber die Inschrift "Man mus auch Seinen Feinden Gutes tun", der Mündungsrand mit poliertem Perlfries.
Formal handelt es sich bei dem Glas um einen sogenannten "Stutzerpokal", ein Produkt der Zechliner Glashütte aus der Zeit um 1750 und etwas früher (vgl. Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Abb. 16, S. 60 und Abb. 48, S. 103). Thema und Spruch sind auch von anderen Gläsern der Zeit überliefert (Bernt, Sprüche, 1928, Nr. 386, S. 70). Die aus Jesu Gebot "Liebet eure Feinde" abgeleitete „Feindesliebe“ wird oft als Eigenheit des Christentums betrachtet. Liebe, Hilfe, Vergebung und Gewaltfreiheit gegenüber Feinden haben jedoch auch in anderen Weltreligionen große Bedeutung. Der Pokal aus der Sammlung Stropp, Ruppin, wurde bei der Restauktion der Zechliner Hütte am 27.03.1890 beim Berliner Auktionshaus Lepke erworben. [Verena Wasmuth]

Material/Technique

Glas / in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen, geschnitten, poliert

Measurements

Höhe: 14,2 cm; Durchmesser: 9 cm

Created ...
... Who:
... When
... Where

Der Rohling wurde in Zechlinerhütte hergestellt, der Schnitt könnte auch in Berlin oder Potsdam erfolgt sein.

Keywords

Object from: Stiftung Stadtmuseum Berlin

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin (Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins) betreibt in Berlin mehrere landeskundliche und historische Museen. ...

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