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Stiftung Stadtmuseum Berlin Glassammlung [II 74/183 A]

Pokal mit Bacchusdarstellung

Pokal Schliff und Schnitt (Stiftung Stadtmuseum Berlin CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Stiftung Stadtmuseum Berlin / Stiftung Stadtmuseum (CC BY-NC-SA)

Description

Pokal aus farblosem Glas mit Glockenfuß, schlankem Schaft mit Kugelnodus und verdicktem unteren Kuppaansatz, jeweils mit eingestochenen Luftblasen und vertikal gerippten Rundfacetten beschliffen. Auf der sich konisch weitenden Kuppa in Mattschnitt eine fein mattgeschnittene Darstellung des Bacchus mit erhobenen Weinglas und Rebstöcken auf einem Landschaftssockel, der Mündungsrand mit poliertem Perlfries.
Laut Rudolf Buchholz handelt es sich bei dem Pokal um ein "Zechliner Tropfenglas" aus der "Potsdamer Schleiferei Anfang 18. Jahrh." und stammt aus der Berliner Schlosskellerei (vgl. Buchholz, Verzeichniss, 1890, S. 76 als Inv. Nr. VI. 4422). Mit "Tropfen" bezeichnet er den Schliffdekor an Fuß, Schaft und Kuppaansatz. Der Hinweis "Schlosskellerei" verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zum königlichen Haushalt in Berlin und erscheint wahrscheinlich. Wenn die Zuschreibung von Buchholz ebenso glaubhaft ist, kommt für eine eine Veredelung in Potsdam eigentlich nur die Werkstatt von Johann Christian Bode (1675–nach 1751) infrage (vgl. Hertel, Potsdamer Gläser, 2018, S. 25f., Bodes Lebensdaten ohne Quellenangabe). Formal handelt es sich fraglos um ein frühes Zechliner Glas, ähnliche Beispiele sind mehrfach dokumentiert und werden überwiegend der Werkstatt Elias Rosbach zugeschrieben (vgl. Götzmann/Kaiser, Gläserne Welten, 2017, Kat. 78; Klesse, Glassammlung Helfried Krug, 1965, Kat. 270, S. 250f.; Schmidt, Brandenburgische Gläser, 1914, Taf. 33.2 und 34.2). Der Pokal gelangte 1877 als Schenkung in den Museumsbestand. [Verena Wasmuth]

Material/Technique

Glas / in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen, geschnitten, poliert

Measurements

Höhe: 24 cm; Durchmesser: 11,4 cm

Created ...
... Who:
... When
... Where

Der Rohling wurde in Zechlinerhütte gefertigt. Der Schnitt kann versuchsweise der Potsdamer Werkstatt von Johann Christian Bode zugeschrieben werden. Ebenso denkbar als Hersteller ist die Werkstatt von Elias Rosbach, eventuell sogar noch zu Berliner Zeite

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Literature

Keywords

Object from: Stiftung Stadtmuseum Berlin

Die Stiftung Stadtmuseum Berlin (Landesmuseum für Kultur und Geschichte Berlins) betreibt in Berlin mehrere landeskundliche und historische Museen. ...

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