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Militärhistorisches Museum der Bundeswehr - Flugplatz Berlin-Gatow Bild- und Schriftgut Ende|Neuanfang. Die deutschen Luftstreitkräfte in der Wiedervereinigung [AAAD5389]

Luftbild "Massengrab", aus einer Informationsmappe des Einsatzgeschwaders 1 (Bildzug), 1997

Luftbild "Massengrab", aus Informationsmappe zum Einsatzgeschwader 1, 1997, Bildzug (Militärhistorisches Museum der Bundeswehr - Flugplatz Berlin-Gatow CC BY-NC-SA)
Provenance/Rights: Militärhistorisches Museum der Bundeswehr - Flugplatz Berlin-Gatow (CC BY-NC-SA)

Description

Zur Wahrnehmung der neuen Einsatzaufgaben im Bereich des ehemaligen Jugoslawiens stellte die Bundeswehr am 30. Juni 1995 das Einsatzgeschwader 1 auf. Es setzte sich hauptsächlich aus Teilen des Jagdbombergeschwaders 32 und des Aufklärungsgeschwaders 51 "Immelmann" zusammen. Der erste Kommodore des Geschwaders war Oberst Johann-Georg Dora. Das hier gezeigte Luftbild wurde im Rahmen eines Aufklärungsfluges im ehemaligen Jugoslawien aufgenommen und zeigt, mit welchen Einsatzrealitäten die Bundeswehr in den 1990er Jahren konfrontiert wurde. Es wurde zusammen mit weiteren exemplarischen Luftbildern und anderem Material in einer Informationsmappe am 4.11.1997 durch den Kommodore Einsatzgeschwader 1 Lw (KRK) an den damaligen Leiter des Luftwaffenmuseums übergeben.

Bei dem Bild befindet sich ein Erklärungstext folgenden Inhalts:

" Einsatzgeschwader 1. Bildzug.
Das Einsatzgeschwader 1 unterstützt das Internationale Kriegsverbrecher-Tribunal (ICTY: International Criminal Tribunal for the Former Yugoslavia) durch die Identifizierung von Massengräber-"Verdacht-Flächen" aus der Luft. Dabei konzentriert sich die Suche auf "auffällige" Bodenstrukturen, die danach durch vor-Ort-Inspektionen überprüft werden. Eine solche Verdacht-Fläche zeigt sich auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche! Auffällig sind hier:

1) Mehrere kleinflächige Strukturen mit einer Breite von ca 1.50 Meter
2) Die Strukturen sind eindeutig durch Umschichtung des Erdreichs entstanden
3) Die Anordnung der Strukturen (rechtwinklig zur Ackerfurche --Bearbeitungsrichtung-- und unregelmäßig) lässt nicht auf landwirtschaftlichen Ursprung schließen!
4) Der Ort in unmittelbarer Nähe wurde systematisch zerstört ("geschliffen")
5) Privat-Kfz konnten nicht zur "Flucht" genutzt werden und sind allesamt völlig zerstört

Die Häufung solcher "Hinweise" führt dann zur Empfehlung einer vor-Ort-Inspektion. In dem beschriebenen Fall konnte ein bis dahin nicht bekanntes Massengrab entdeckt werden. "

Material / Technique

Fotopapier

Measurements ...

22,6cm x 20,9cm

Image taken ...
... who:
... when
... where

Relation to persons or bodies ...

Tags

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[Last update: 2015/04/23]

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