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Glasschnitt

"Die Glasveredelung durch den Schnitt war insbesondere im 17. und 18. Jahrhundert beliebt. Mithilfe von Kupferrädern verschiedener Größe (Stecknadelkopf bis sechs Zentimeter Durchmesser) und einer Ölschmirgelmischung arbeitete der Glasschneider angezeichnete Dekore in Tief- oder Hochschnitt heraus. Beim Tiefschnitt wurde der Dekor in die Glasoberfläche eingeschnitten, beim Hochschnitt blieb der Dekor als erhabenes Relief stehen, während die Wandung herum weggeschnitten wurde. Anschließend konnte der matt erscheinende Schnitt mit Lappen aus Holz, Kork oder Leder poliert werden. In einem zusätzlichen Schritt versah man Schnitt mancher Gläser zudem mit einer Vergoldung. Am Anfang des Veredelungsprozesses oder auch zur Ergänzung des Dekors kam häufig der Glasschliff zum Einsatz, mit Formen aus konkaven Linsen (Kugelungen), Ovalen (Oliven), Wabenfacetten oder für eine flächige Facettierung der Glasoberfläche." (Dr. Verena Wasmuth)

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